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afio ist ein Kommando unter Unix-Betriebssystemen zur Dateiarchivierung. afio ist eine Verbesserung des cpio-Kommandos und verwendet ebenfalls das cpio-Datenformat, welches in der Regel mit der Dateiendung .io oder .cpio versehen wird.

Das afio-Projekt wird von Koen Holtman geleitet und unter LGPL-Lizenz veröffentlicht. Jedoch ist die Rechtmäßigkeit dieser Lizenz umstritten [1], da der Original-Quelltext unter einer zur LGPL nicht kompatiblen Lizenz veröffentlicht wurde. Die Free Software Foundation hat infolgedessen afio aus ihrem Software-Verzeichnis genommen [2].

Vorteile gegenüber cpio Bearbeiten

afio verarbeitet Eingabedatenfehler großzügiger als cpio. Die Datenkomprimierung ist ebenfalls sicherer umgesetzt als bei cpio und tar. Des Weiteren unterstützt afio die interaktive Erzeugung von Multivolume-Archiven und anders als cpio unterliegt afio nicht der 2-GB- bzw. 8-GB-Grenze für Archiv-Dateien, was allerdings zu Kompatibilitätsproblemen führt.

Funktionsweise und Beispielaufrufe Bearbeiten

afio verfügt über vier Grundfunktionen, welche über die Optionen -o („Copy-Out-Modus“, Erzeugen eines Archivs), -i („Copy-In-Modus“, Extrahieren aus einem Archiv), -t (Anzeigen des Archiv-Inhalts) und -r (Überprüfen der Datenkonsistenz) angegeben werden.

Erzeugen eines Archivs, welche die Dateien des aktuellen Verzeichnisses enthält:

ls | afio -o verzeichnis.cpio

Erzeugen einer cpio-Datei, welche die Dateien und Unterverzeichnisse des aktuellen Verzeichnisses enthält:

find . -print -depth | afio -o verzeichnis.cpio

Wiederherstellen von Dateien aus einem cpio-Archiv:

afio -i archiv.cpio

Auflisten der im Archiv enthaltenen Dateien, ohne diese zu extrahieren:

afio -t archiv.cpio

Vergleich der im Archiv enthaltenen Dateien mit den gleichnamigen Dateien des Dateisystems:

afio -r archiv.cpio

Siehe auch Bearbeiten

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Tom Callaway: in this post, i rant about licensing auf livejournal.com, 12. Dezember 2008
  2. Brett Smith: http://lwn.net/Articles/312276/ auf lwn.net, 19. Dezember 2008